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Zur Geschichte der Akademie

Chronologie

Mitglieder und Freunde der Akademie

Minna Specht 

1879 - 1961 

Minna Specht gehört zu den profiliertesten Pädagoginnen des 20. Jahrhunderts. Sie war von Anbeginn in der Philosophisch-Politischen Akademie engagiert und nach deren Neukonstituierung nach dem 2. Weltkrieg von 1949 bis 1961 deren Vorsitzende. Als Mitarbeiterin Leonard Nelsons hat sie wesentlich dazu beigetragen, dessen pädagogische Gedanken in der Praxis zu erproben. Sie leitete das 1924 gegründete Landerziehungsheim Walkemühle in Hessen, das 1933 von den Nationalsozialisten geschlossen und beschlagnahmt wurde. Minna Specht emigrierte mit der Kinderschule nach Dänemark und später nach Großbritannien. Nach dem Krieg nach Deutschland zurückgekehrt, übernahm sie die Leitung der Odenwaldschule in Heppenheim. Während ihres letzten Lebensjahrzehnts war sie gewählte Vertreterin der deutschen Unesco-Kommission und Mitarbeiterin der Unesco-Instituts für Pädagogik in Hamburg. 

Auch Nelsons politischen Gedanken blieb Minna Specht ihr Leben lang verpflichtet. Sie selbst sah die Verbindung von Politik und Pädagogik u.a. so: "...wenn man überzeugt ist, daß nur ein Gesinnungswandel die Gesellschaft retten kann, gerade auch in Politik und Wirtschaft, warum dann nicht helfen, eine Jugend zu bilden, die sich solchen Ideen öffnen könnte." Minna Spechts Pädagogik war darauf gerichtet, Menschen zu vernünftiger Selbstbestimmung zu erziehen.

Nora Walter, 15.2.2000

Eine Ausstellung zu Ehren
Minna Spechts
Schloss Reinbek bei Hamburg, 13.2.-26.3.

Minna Spechts Geburtsort ist Reinbek bei Hamburg. Dort findet von 13. Februar bis 26. März 2000 eine Ausstellung ihr zu Ehren statt. Veranstalterinnen sind die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Reinbek, der Arbeitskreis Frauengeschichtswerk sowie der Frauenbildungsverein "balance e.V." Die Ausstellung wurde eröffnet mit einer gut besuchten zweitägigen Veranstaltung in Schloß Reinbek. Der erste Tag war geprägt von einem kenntnisreichen Vortrag von Frau Dr. Inge Hansen-Schaberg von der Universität Bremen, der Biographin von Minna Specht. Es folgte ein lebendiges Gespräch im Teilnehmerkreis mit den Schwerpunkten "Kindheit in Reinbek", "Reformpädagogin Minna Specht" und "Widerstand gegen Nationalsozialismus". 

Am Eröffnungstag sprach zur Begrüßung der Bürgermeister von Reinbek, Herrn Detlef Palm, sodann ein früherer Schüler der Odenwaldschule, Dr. h.c. Tyll Necker, der lebendig von seinen Erinnerungen an seine damalige Lehrerin erzählte, und nochmals Frau Dr. Inge Hansen-Schaberg über das Leben Minna Spechts. Die Ausstellung enthält eine Fülle von Informationen und fand großes Interesse. 

Kontakt: Frau Venter Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Reinbek, Stadtverwaltung, Hamburger Str. 5-7, 21465 Reinbek

Nora Walter, 15.2.2000
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