Symposien und Tagungen

Zur Geschichte der PPA

Von 1951 bis zum Beginn der 90ziger Jahre fanden jährliche Pfingsttagungen "Geist und Tat" für die Schüler und Anhänger Nelsons und für die Leser der gleichnamigen Zeitschrift (die 1971 nach dem Tod ihres Herausgebers Willi Eichlers eingestellt wurde) statt. Im Mittelpunkt standen vor allem Themen, die sich mit der politischen Entwicklung in der Bundesrepublik Deutschland und Europas verfassten, z. B. Die Zukunft des Sozialstaats, Friedenssicherung und Friedensbewegung, Politische Moral und multikulturelle Gesellschaft, Arbeitslosigkeit und Menschenwürde.

Im Jahre 1977 fand aus Anlass seines 50. Todestages ein Leonard Nelson-Symposion statt, das die PPA gemeinsam mit der Philosophischen Fakultät der Universität Göttingen veranstaltete. Die PPA hatte eine Reihe von internationalen Philosophen eingeladen, über ein von ihnen zu wählendes, die Nelson'sche Philosophie berührendes Thema zu sprechen. Die Hauptvorträge waren die Antworten auf diese Einladung. Daneben gab es in gleichzeitigen Parallelveranstaltungen stattfindende Sektionsvorträge, die nicht auf Einladung der Akademie gehalten wurden, sondern nach der öffentlichen Ankündigung des Symposions von Interessenten angemeldet worden waren. Über 100 Personen meldeten sich zu dieser Tagung an, des Weiteren erschienen zahlreiche Studenten und andere Interessierte aus Göttingen. Nora Walter organisierte eine Nelson-Ausstellung mit zahlreichen Zeugnissen seines Wirkens im IJB, in der Walkemühle und schließlich im ISK von den Anfängen bis zur Zerschlagung des ISK durch die Nationalsozialisten, die auch alle anderen Organisationen des ISK verbot und ihre Gebäude beschlagnahmt hatte.

Im Anschluss an das Symposion wurde im Rahmen einer kleinen Gedenkfeier eine Erinnerungstafel am Göttinger Haus Nikolausberger Weg 61 befestigt, in dem Leonard Nelson 20 Jahre seines Lebens verbracht hatte.

Seit den 80er Jahren veranstaltet die PPA wiederholt Tagungen zur aktuellen politischen und bildungspolitischen Fragen an unterschiedlichen Orten. Die Referenten kamen aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, das Publikum bestand zum Teil aus Wissenschaftlern, zum Teil aus politisch aktiven und interessierten Bürgern. Die Tagungen waren als offene Foren angelegt, bei der alle Beteiligten miteinander in einen Diskurs eintreten konnten. Exemplarische Themen waren: Die Aktualität Leonard Nelsons (Thomas Meyer), Psychologische Grundlangen der Friedenserziehung (Hanspeter Nolting), An welchen Werten sollten sich pädagogische Entscheidungen orientieren? (Wolfgang Klafki), Zukunftsethik und Industriegesellschaft (Thomas Meyer/ Susanne Miller).

Der Beginn der Medien- und Informationsgesellschaft und die Entwicklung einer globalen Wirtschaft warfen in den 80er und 90er Jahren viele kritische Fragen auf, mit denen sich die PPA beschäftigte. Durch die enge Zusammenarbeit mit der Friedrich-Ebert-Stiftung unter dem Vorsitz von Susanne Miller und ab 1990 von Thomas Meyer wurden in dieser Zeit in der damaligen Bundeshauptstadt Bonn, anschließend in Berlin eine Reihe großer Tagungen mit führenden Politikern und bekannten Wissenschaftlern durchgeführt, die viel Beachtung fanden und zu denen auch entsprechende Publikationen erschienen sind. Thomas Meyer organisierte in Kooperation mit der Friedrich-Ebert-Stiftung nach 2000 in Berlin eine Tagungsreihe "Grundwerte Forum" in Berlin, die ebenfalls große Beachtung fand.

Außerdem veranstaltete die PPA an den Todestagen Nelsons 1987, 1997, 2007 Gedenktagungen oder Symposien. 1987 wurde zum Werk Nelsons eine Ausstellung mit dem Titel, "Wie Vernunft praktisch werden kann (Barbara Neißer) gezeigt, und 1997 erschien ein Film "Macht und Ohnmacht der Vernunft" (Barbara Neißer /Kai Böck) zur Rezeptionsgeschichte der Nelsonschen Philosophie. 2007 wurde ein Symposium an der Universität Göttingen durchgeführt, das erforschte, ob und inwieweit Nelson als Vertreter der analytischen Philosophie verstanden werden kann. (Vgl. dazu Tagungen der PPA seit 1990).

Seit 1992 veranstaltete die PPA in Kooperation mit den Sokratischen Leitern und seit 1994 mit der GSP auch Tagungen zur Weiterentwicklung der Theorie und Praxis des Sokratischen Gesprächs und zu philosophiedidaktischen Fragen. (Vgl. Archiv/Tagungen)

Seit 1998 führt die PPA in enger Kooperation mit der englischen Gesellschaft SFCP internationale Tagungen zur Kritischen Philosophie und zur Entwicklung des dialogischen und sokratischen Philosophierens in einer globalen Gesellschaft durch. (Vgl. Archiv/Tagungen)

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