Sokratische Gespräche

Zur Geschichte der PPA

Zur Geschichte der Sokratischen Methode

Gustav Heckmann, der die Sokratische Methode durch Nelson kennengelernt und als Lehrer im Landerziehungsheim Walkemühle praktiziert hatte, führte nach seiner Rückkehr aus dem Exil in die Bundesrepublik Deutschland (1946) bald wieder Sokratische Gespräche durch, in der Lehrerausbildung und später in offenen Angeboten der Erwachsenenbildung. Er ergänzte diese Methode und stellte ihre Bedeutung für die Bildungsarbeit und für die Entwicklung der personalen Kommunikationsfähigkeit und des Urteilsvermögens heraus (vgl. Heckmann 1993). Als Professor für Philosophie in Hannover sammelte er einen Kreis von Menschen um sich und bildete diese in den 70ziger Jahren zu Sokratischen Leitern und Leiterinnen aus. In den 80er Jahren vergrößerte sich dieser Kreis und umfasst heute ca. 50 Personen (Stand 2022).

Schon 1946 fand der erste mehrtägige Sokratische Kurs nach dem Krieg in der Nähe von Göttingen statt. Seit 1966 finden die von Erna Blencke und Gustav Heckmann gegründeten "Sokratischen Wochen" der Akademie außerhalb der Hochschule an unterschiedlichen Orten statt. Mehrfach im Jahr veranstalten Philosophisch-Politische Akademie und GSP gemeinsam diese Seminare von der Dauer einer Woche oder eines Wochenendes, die Menschen verschiedener Berufs- und Altersgruppen die Praxis des Sokratischen Gespräches vermitteln. In jeweils drei bis vier Gruppen von nicht mehr als 12 Teilnehmerinnen und Teilnehmern werden Themen behandelt, die dem Erfahrungsbereich aller Teilnehmer zugänglich sind und bei denen durch Dialog Einsichten gewonnen werden können (vgl. Grundlagen des Sokratischen Gesprächs).

1994 hat sich der Kreis der Sokratischen Leiterinnen und Leiter zur "Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren e.V. (GSP)" zusammengeschlossen, die auch für die Leitung Sokratischer Gespräche ausbildet.

Die Philosophisch-Politische Akademie und die Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren (GSP) fördern gemeinsam die Theorie und Praxis des Sokratischen Gesprächs in der Tradition von Nelson und Heckmann. Sie veranstalten zu diesem Zweck außer den Sokratischen Veranstaltungen regelmäßige Treffen der Sokratischen Leiterinnen und Leiter und wissenschaftliche Tagungen. Viele Leiter/innen bringen die Sokratische Methode auch in die Aus-, Fort- und Weiterbildung von Lehrer/innen aller Schulformen ein.

Die "Freunde und Förderer des Sokratischen Gesprächs e. V. (FFSG)" haben es sich zur Aufgabe gemacht, solche Menschen zu unterstützen, für die die Teilnahme an Sokratischen Gesprächen aus finanziellen Gründen unmöglich wäre.

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