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Sokratische Gespräche SG 04/2022

Freitag, 7. Oktober – Sonntag, 9. Oktober 2022 im Liborianum in Paderborn

Beginn: Freitag, 9. September, 16 Uhr
Ende: Sonttag, 11. September, 16 Uhr

Ort: Liborianum, An den Kapuzinern 5–7, 33098 Paderborn, Tel. 0049-(0)-5251 121-3.

Website: www.liborianum.de

Anmeldung: Die Anmeldemöglichkeiten finden Sie unten.


Corona-Hinweis: Die Durchführung der Veranstaltung steht unter dem Vorbehalt der jeweils geltenden Corona-Regeln. Zur Gesprächsleitung und zur Teilnahme wird nur zugelassen, wer die am jeweiligen Veranstaltungsort gültigen Corona-Regeln einhält!


Ingrid Bißwurm: Wie sehen wir Bilder, in denen sich menschliche Gewalt zeigt?

Anlässlich einer Ausstellung war ich mit Bildern von roher menschlicher Gewalt, Krieg, Leid konfrontiert. Das Dargestellte offenbarte sich durch die künstlerische Darstellungsweise im Bereich der Malerei und der Druckgrafik. Dabei tauchten viele Fragen auf, die ich in einem sokratischen Gespräch mit einer ebenso interessierten Gruppe bearbeiten möchte:

Wie sehen wir diese Bilder? Welche Macht entfalten sie? Führen sie uns zu Erkenntnissen, die wir ohne sie nicht hätten?, beispielsweise, wenn wir lediglich über die Inhalte informiert würden.

Grundlage dieses Gesprächs sind Reproduktionen der Arbeiten, die ich im Original betrachten durfte.

Sebastian Clauss / Hans-Peter Griewatz: Woran erkenne ich, dass ich spiele?

Schon in Friedrich Schillers Ausführungen zur „ästhetischen Erziehung des Menschen“ war zu lesen /„Der Mensch ist nur ganz da Mensch, wo er spielt.“/ Seit sich vom Menschen sprechen lässt, scheint ihm auch das Spielen eigen zu sein. Im Verlauf der Geschichte lassen sich tatsächlich eine ganze Reihe an Denkern ausmachen, die im spielenden Menschen, ein so entscheidendes Moment gefunden haben wollen, dass sinnvoll vom Homo ludens gesprochen werden kann.

Die heutige Zeit ist nicht zuletzt dadurch geprägt, dass Arbeitsplätze, soziale Plattformen und unser Liebesleben, ganze Städteplanungen und sogar politische Strukturen einer Gamifizierung unterlaufen. Spieltypische Elemente finden in spielfremden Kontexten Anwendung zugunsten von Verhaltenssteuerung und Motivationsregulation.

Ein Vorwurf steht nun im Raum, dass hier zunehmend ein menschlicher Grundzug instrumentalisiert wird. Vor diesem Hintergrund ist es vielleicht an der Zeit, das Spielen wieder ernst zu nehmen und dieses Gespräch soll dazu einladen, gewissermaßen wie von Kindesbeinen an, noch einmal ganz von vorne zu beginnen und nachzuspüren, was genau sich eigentlich ergibt, wenn wir spielen und was es wohl bedeuten mag.

Wolfgang Dinges: Was bedeutet: ‚Ich bin für diese Gruppe verantwortlich‘?

Im beruflichen oder ehrenamtlichen Kontext geraten wir mehr oder weniger oft in soziale Konstellationen, wo wir für eine Gruppe von Menschen ‘verantwortlich’ sind – oder uns verantwortlich fühlen. Vielleicht auch im ganz privaten Umfeld. Verantwortlich für was genau? Und wofür nicht, denn wir haben ja wohl nicht alles in der Hand, was da geschieht? Und was bedeutet das eigentlich, dieses ‘verantwortlich sein’?

Ausgehend von einem konkreten Erfahrungsbeispiel versuchen wir uns über solche Fragen Klarheit zu verschaffen; um auf dieser Basis dann Schritt für Schritt den Begriff der Verantwortung im Allgemeineren zu erkunden.

Katrin Nortdorf: Mathematisches Thema

Im mathematischen Gespräch bearbeiten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer einen von der Leiterin vorgelegten konkreten mathematischen Sachverhalt unter einer von ihnen selbst gewählten Frage und suchen im Wechselgespräch auf diese Frage gemeinsam eine Antwort. Der mathematische Sachverhalt ist als Gesprächsgegenstand so gewählt, dass er sowohl für mathematisch Geübte als auch für mathematisch Ungeübte gut fasslich und verstehbar ist. Weil die Ausgangslage des Gespräches für alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer möglichst gleich sein soll, wird der mathematische Sachverhalt erst zu Beginn des Seminars bekanntgegeben

Veit Siegmund: Was heißt, das richtige Maß zu finden?

„Maße“, „messen“ und die Ableitungen davon sind im Denken, Sprechen und Handeln allgegenwärtig. Maße und messen ordnen die Dinge, die Welt.

Ist der Mensch das Maß aller Dinge („homo mensura-Satz“)? Gibt es so etwas wie ein „inneres Maß“, das spürbar ist und uns das richtige Maß finden lässt?

Angesichts des maßlos erscheinenden Umgangs (von uns Menschen) mit der Welt stellt sich diese Frage zunehmend dringlicher.

[Für diejenigen, die sich etwas vorbereiten wollen:

Georg Picht, Zum Begriff des Maßes, in: Eisenbart, C. (Hg.): Humanökologie und Frieden, Forschungen und Berichte der Evangelischen Studiengemeinschaft; Bd.34, Stuttgart: Klett-Cotta 1979, S. 418-426.

Ralf Konersmann, Welt ohne Maß, S. Fischer Wissenschaft,Frankfurt a.M. 2021]


Preis mit Übernachtung und Verpflegung

im EZ: 240 Euro, erm. 180 Euro

ohne Übernachtung (mit Verpflegung): 80 Euro, erm. 40 Euro

Download

Einladung, Programm und Erläuterungen:
SGs_Einladung_2022 (pdf)

Anmeldung

Anmeldung über ein Formular zum ausdrucken:
SGs_Anmeldung_2022 (docx)
SGs_Anmeldung_2022 (pdf)

Anmeldung online (es öffnet ein neues Fenster):
Online-Formular zur Anmeldung SG 04/2022

Okt 07 2022

Details

Start: 7. Oktober @ 16:00
End: 9. Oktober @ 13:00
Veranstaltung Categories:

Venue

Liborianum (Paderborn)

An den Kapuzinern 5–7
Paderborn, 33098

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Phone:

0049-(0)-5251 121-3

Visit Venue Website

Veranstalter

Gesellschaft für Sokratisches Philosophieren
Email:
Philosophisch-Politische-Akademie
Society for the Furtherance of Critical Philosophy

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